Praxisbeispiel – Ein wenig Respekt vor externen Skripten, bitte

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Die Bedeutung externer Skripte – wenn dein Hoster ohnmächtig ist.

GTMetrix-Scores mit externen Skripten

Dieser Fall kam gerade so aus unserem Tagesgeschäft. Bekanntlicherweise vertreten wir die Einstellung: Gutes Hosting ist eine außerordentlich sinnvolle und rentable Investition für jedes Unternehmen mit relevantem Internetauftritt.
Es gibt jedoch Fälle, wo auch eine hochwertige Serverinfrastruktur und optimierte Auslieferungs- und Caching-Konfigurationen schlicht wirkungslos sind. Nämlich dann, wenn externe Skripte ohne jegliche Rücksicht auf etwaige Auswirkungen eingebunden werden. Dies reicht von Share-Buttons über verschiedenste Trackingcodes, welche beim Seitenaufbau allesamt Anfragen an externe Server schicken. Dadurch machst du deine Seite von der Geschwindigkeit all dieser externen Quellen abhängig, wenn während des Seitenaufbaus mehrfach externe Daten abgewartet werden müssen.

 

An diesem Beispiel lässt sich leicht erkennen, welch massiven Unterschied externe Skripte bedeuten können. Zur Analyse von Ladezeiten und

GTMetrix-Scores der selben Webseite bei aktiviertem Adblocker

Optimierungspotentialen nutzen wir hauptsächtlich GTMetrix. Das kostenlos nutzbare Web-Tool liefert die wesentlichen Kennzahlen inklusive einer praktischen Auswertung des aktuellen Status. Im Fallbeispiel hat unser Kollege bei diesem GTMetrix-Test lediglich die Option Adblock aktiviert, wodurch die Seite ohne externe Skripte geladen wird. Und siehe da, der Score ist unmittelbar von 11% auf 92% geschnellt. Natürlich werden externe Skripte oft für das Tagesgeschäft benötigt. Wir wollen hiermit bloß die Ausmaße verdeutlichen, die dies annehmen kann.

 

Noch ein paar Tipps zur Optimierung der Ladezeit bei notwendigen externen Skripten

  • Unser erster Tipp muss natürlich sein, externe Skripte nach Möglichkeit zu minimieren. Das Gleiche gilt übrigens -wenn auch weniger drastisch- für Plugins. Auch hier sollte man davon Abstand nehmen, jedes potentiell interessante Plugin zu installieren und seine WordPress-Installation mit Dutzenden ungenutzter Plugins zu überfrachten.
  • Nutze ausschließlich asynchrone Trackingcodes. Sie laden erst, nachdem eine Seite gerendert wurde und behindern so den Seitenaufbau nicht.
  • Verwende zum Beispiel Tools wie den Google Tag Manager. In diesem Fall muss nur ein Code-Schnipsel für viele verschiedene Trackingzwecke (bspw. Facebook-Pixel, Twitter-Tracking oder Google Analytics) in den Quellcode der Seite eingebunden werden. Dadurch wird die Ladezeit schon etwas weniger beeinträchtigt.
  • Sofern es möglich ist, solltest du Skripte und Medien auf deinem Webserver hinterlegen, um sie nicht extern einbinden zu müssen.

 

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