Google Analytics mit MonsterInsights in WordPress einrichten

Monster Insights und Google Analytics in WordPress einbinden
JohannaVon Johanna|19. April 2023

So einfach geht Google Analytics – DSGVO-konform, Einrichtung uvm.

Google Analytics steht wie viele Google-Dienste oft in der Kritik. Insbesondere hinsichtlich der Verarbeitung personenbezogener Daten entsteht oft große Unsicherheit und Angst vor der nächsten Abmahnwelle. Deswegen gibt es Plugins wie MonsterInsights, die die Verwendung von Google Analytics, einfacher, übersichtlicher und DSGVO-freundlicher gestalten können.

 

Es wird allerdings oft angenommen, dass es sich bei MonsterInsights um einen anderen Analyse-Dienst handelt – was aber nicht der Fall ist. Bei MonsterInsights handelt es sich daher „nur“ um einen Dienst, der das Tracking von Google Analytics aufgrund seiner Funktionen aufwertet. Es handelt sich hierbei also um eine veränderte Handhabung der Google Analytics Daten, die für den Endnutzer besser sein soll.

1. Google Analytics

Google Analytics Logo

Google Analytics ist ein Trackingtool für die Datenanalyse von Webseiten und ist das bekannteste Analyse-Tool. Mit Google Analytics kannst du die Herkunft der Besucher, ihre Verweildauer auf einzelnen Seiten und vieles mehr untersuchen, verstehen und beurteilen. Mit Hilfe der Datenerhebung lassen sich somit beispielsweise Werbekampagnen gezielter schalten.

 

Google Analytics gibt es in seiner Form seit 2005, dem im Laufe der Zeit weitere Google Dienste wie Google Ads oder die Google Search Console zur Seite gestellt wurden. 2016 wurde das kostenlose Google Analytics um die kostenpflichtige Version Google Analytics 360 erweitert. Eine Lizenz kostet dabei im Jahr eine runde Summe von ca. 135.000 Euro, bei der es allerdings nahezu keine Limits mehr gibt und bis zu 500 Millionen Hits im Monat erreicht werden können.

Die aktuellste Version des Analyse Tools ist Google Analytics 4 (GA4), die 2020 auf den Markt gebracht wurde. Dabei werden teilweise sehr unterschiedliche Datenmodelle verwendet, automatische Auswertungen über KI und das neue GA4 soll Google zufolge auch Datenschutzkonform anwendbar sein. Demnach soll beispielsweise auch das kritisch hinterfragte speichern von IP-Adressen nicht mehr stattfinden – diese Funktion muss allerdings manuell eingeschaltet werden.

Ein Haken ist allerdings, dass die Google Analytics Nutzer bis zum 1. Juli 2023 zu dem neuen GA4 migrieren müssen, da ab diesem Zeitpunkt das standardisierte Google Analytics keine neuen Treffer mehr verarbeiten kann oder wird. Weiterhin soll anschließend auch der Zugang zu bereits erhobenen Daten nach 6 Monaten gesperrt werden.

 

Es wird also Zeit, sich Google Analytics einmal genauer anzuschauen.

2. Features von Google Analytics?

Ausgehend von der aktuellen Google Analytics 4 Version bietet das Analyse-Tool unzählige Funktionen. Da Google Analytics 360 für normale User unbezahlbar ist, lassen wir die Betrachtung davon außen vor.

Folgende Features bietet Google Analytics 4 an:

  • Echtzeit-Daten
  • Benutzerdefinierte Berichterstattung (Herkunft, Verweildauer, Browser-Typ, Betriebssystem etc.)
  • Verhaltensfluss-Visualisierung (Klickverhalten, welche Elemente wurden angeklickt?)
  • Berichte zu Social Traffic
  • Berichte zu Conversions und Käufen
  • Tracking für mobile Geräte und Anwendungen
  • Video-Leistungsmessung
  • Datenexport & Tracking API

‍Google Analytics setzt allerdings diverse Beschränkungen ein, die für Start-ups oder kleinere Unternehmen kein Problem darstellen. Die Einschränkungen beziehen sich auf die Kapazität und den Umfang, in dem die Analyse den eigenen Anforderungen angepasst werden können. Darunter unter anderem:

 

  • Kapazität des Datenvolumens: Bis zu 10 Millionen Aufrufe pro Monat
  • Max. Datenzeilen: 50.000
  • Benutzerdefinierte Variablen: 5 Slots
  • Benutzerdefinierte Metriken: 20
  • Datenaktualität: 24+ Stunden

3. Warum steht Google Analytics in der Kritik mit der DSGVO?

Da Google Analytics ein US amerikanischer Dienst ist und somit auch Hauptsitz in den USA hat, steht Google erneut in der Kritik nicht DSGVO-konform zu sein. Bereits mit Inkrafttreten der DSGVO 2018 wurde die Verwendung von Google Analytics kritisch hinterfragt, jedoch wurde dabei immer auf die Legitimierung des Trackings durch Art. 6 Abs. (1) lit. (f) DSGVO verwiesen. Dieser verweist auf einen zulässigen Einsatz von Tracking-Diensten, sofern ein berechtigtes Interesse vorliegt. Gleichzeitig klärt Google nur unzureichend in seinen Datenschutzbestimmungen darüber auf, welche Daten beim Einsatz von Google Analytics konkret gespeichert und übertragen werden.

 

Die DSGVO-Debatte rund um Google Analytics steigerte sich allerdings im Januar 2022 nach dem Entscheid der österreichischen Datenschutzbehörde auf ein Maximum. Diese erklärte, Google Analytics verstoße gegen die DSGVO, wodurch ein Verbot von Google Analytics in der EU im Raum stand.

 

Wie sieht die aktuelle Ist-Situation von Google Analytics und der DSGVO aus?

Aktuell ist Google Analytics in Frankreich, Österreich und Lichtenstein nach der DSGVO-konformität verboten bzw. nicht zu verwenden. Grundsätzlich ist es so, dass Google keinen sog. Vertrag der gemeinsamen Verantwortlichkeit für die Verarbeitung personenbezogener Daten an (Art. 26 DSGVO) anbietet. Die deutschen Aufsichtsbehörden finden diesen zwar unabdingbar, allerdings liegt dieser bisher nicht vor. Demnach platziert sich Google nicht in der Verantwortung der Verwendung von personenbezogenen Daten, sondern viel mehr als Auftragsverarbeiter, was auch von österreichischen Aufsichtsbehörden bekräftigt bzw. so gesehen wird.

 

Google Analytics DSGVO-konform verwenden

In der Kurzfassung bedeutet dass, dass Google Analytics personenbezogene Daten verarbeitet. Grundsätzlich ist es für Webseitenbetreiber nicht verboten, Dienste wie Google Analytics zu verwenden. Im Umkehrschluss würde das dann nämlich bedeuten, dass US amerikanische Dienste in der EU im Internet überhaupt nicht mehr verwendet werden dürften.

 


ANWENDUNGS-TIPP 💡

 

Nach Vorschrift der DSGVO musst du  deine User über die  Verwendung Google Analytics in Kenntnis setzen und andererseits eine Einwilligung zur Verarbeitung ihrer Daten einholen. Das kannst du zum Beispiel mit der Verwendung eines Cookie Banners tun.

 

Um die Verwendung personenbezogener Daten zu reduzieren, kannst du die Funktion Datenfreigabe für „Google-Produkte und -Dienste“ ausstellen, damit kannst du sicherstellen, dass im Rahmen deiner Werbemaßnahmen die Funktion Google Signale nicht benutzt wird.

Für eine vollumfängliche und richtige Nutzung musst du die Google Dienste außerdem in deine Datenschutzerklärung mit aufnehmen.



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4. MonsterInsights – das WordPress Dashboard für Google Analytics

Bei MonsterInsights handelt es sich mit mehr als 3 Millionen aktiven Installationen um eins der beliebtesten WordPress Plugin zur Datenanlyse deiner Webseite und gilt als die Erweiterung für Google Analytics. Die Aufgabe des WordPress Plugins MonsterInsights liegt genauer gesagt darin, Google Analytics einfach und Datenschutzkonform in WordPress zu integrieren. Das bedeutet, du nutzt Google Analytics über das Plugin MonsterInsights.

 

Der Vorteil von MonsterInsights ist, dass Google Analytics mit nur wenigen Klicks bei WordPress eingerichtet werden kann und die damit teils sehr komplizierten Tracking Funktionen wesentlich einfacher dargestellt werden. Alle Analyse-Daten kannst du anschließend in deinem WordPress Dashboard einsehen und verfolgen. Das kommt dir vor allem dann zu Gute, wenn du dich nicht durch eine komplizierte Google Analytics Oberfläche klicken möchtest oder deine Technik-Affinität einfach nicht so hoch ist.

 

Funktionen und Features von MonsterInsights

  • Echtzeit-Statistiken
  • E-Commerce & WooCommerce-Reports
  • SEO-Ranking-Reports
  • Reports über das Nutzerverhalten
  • DSGVO-Konformität
  • Affiliate-Link Tracking uvm.

Preise

MonsterInsights gibt es sowohl als kostenloses Plugin für WordPress als auch als kostenpflichtige Version.

Wie bei den meisten Plugins gibt es unterschiedliche Preis-Pakete mit verschiedenen Features. Ein Manko scheint es aber zu sein, dass das kostenfreie WordPress Plugin von MonsterInsights nicht richtig DSGVO-konform zu verwenden ist.

Monster Insights Preis Übersicht

Ist MonsterInsight DSGVO-konform?

Wie wir bereits festgestellt haben ist MonsterInsight kein eigenständiges Analyse-System sondern adaptiert die Daten von Google Analytics. Da Google Analytics an sich nur schwerlich als DSGVO-konform angesehen werden kann, könnte man darauf schließen, MonsterInsight sei es auch nicht.

 

Wie mit vielen Diensten ist es so, dass du MonsterInsights DSGVO-konform einrichten kannst bzw. musst. Hierzu bietet dir das Plugin verschiedene Möglichkeiten an, wie zum Beispiel mittels IP-Anonymisierung. Dabei werden IP-Adressen nicht vollständig gespeichert und der konkrete Nutzer ist dadurch nicht mehr erkennbar.

Wie du IP-Adressen anonymisieren kannst zeigen wir die hier.

MonsterInsights bietet verschiedene Optionen an, um das Plugin Datenschutzkonform verwenden zu können. (Klicke für mehr Informationen)

5. MonsterInsights richtig in WordPress einrichten

MonsterInsights besticht vor allem durch seine einfache Einrichtung in WordPress  – mit wenigen Klicks hast du Google Analytics schnell in deinem WordPress Dashboard.

Zunächst musst du das Plugin in deinem WordPress installieren. Begib dich anschließend in dein Dashboard in den Bereich installierte Plugins, um MonsterInsights einzurichten. Hier klickst du nun zuerst auf Connect MonsterInsights um das Plugin mit deinem Google Konto und deinen Google Analytics zu verknüpfen.

 

Nachdem du MonsterInisghts mit deinem Google Analytics Profil verbunden hast, geht es darum, das Plugin auch DSGVO-konform einzubinden. Dazu begibst du dich erneut in die Einstellungen von MonsterInsights und klickst auf der oberen Menüleiste auf Engagement (Achte darauf, dass du in der linken Menü-Leiste Settings ausgewählt hast, vgl. Bild). Hier findest du nun den Button Anonymize IP-Adresses, den du aktivieren musst. Somit werden keine vollständigen IP-Adressen mehr gespeichert.

 

Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, um das Datenanalyse Plugin richtig einzubinden, zum Beispiel über die Integration in dein Cookie Banner. Denn wie bei Google Analytics selbst auch, brauchst du immer die Zustimmung der Nutzer, um personenbezogene Daten zu verwenden oder zu speichern.

Unser Motto ist hier: lieber einmal zu viel auf Nummer sicher gehen. ☺️

Über diese Einstellungen kannst du anfangen, MonsterInsights DSGVO-konform einzurichten.

6. Fazit

MonsterInsights ist super einfach zu bedienen und kann schon mit wenigen Klicks DSGVO-konform eingerichtet werden. Die Hauptfunktion des WordPress Plugins ist es, den Umgang mit Google Analytics zu vereinfachen. Wem der Umgang mit den Google Analytics Insights zu kompliziert ist, empfehlen wir daher ganz klar auf das Dashboard von MonsterInsights umzusteigen. Nicht nur die Bedienung ist einfacher sondern auch die optische Darstellung der Analysedaten ist viel verständlicher.