WooCommerce SEO

WooCommerce SEO

Generell kann man einen Online Shop genauso für die Suchmaschinen optimieren wie alle anderen Webseiten auch. Doch es gibt ein paar zusätzliche SEO Techniken, die du bei deinem WooCommerce Shop anwenden kannst, um Top Platzierungen bei Google & Co. zu erreichen.

Inhaltsverzeichnis:

Schritt 1: Keyword Recherche – Die richtigen Schlüsselwörter verwenden

Schritt 2: Relevanz – Inhalte müssen relevant sein

Schritt 3: Resonanz – Engagement der Besucher

Schritt 4: Reaktion – Handlungsoptionen anbieten

WooCommerce SEO Erfolg für deinen Online Shop

Im Grunde genommen ist es ganz einfach:

 

Du musst möglichst viele User in deinen Online Shop bekommen, die User müssen möglichst lange dort bleiben und nach Möglichkeit nicht wieder zur Google Suche zurückkehren. Wenn du es dann auch noch schaffst, dass die Besucher in deinem Online Shop erneut vorbeischauen, ist dir ein Top Ranking bei den Suchmaschinen garantiert. Ist doch ziemlich einfach, oder?

 

Sehen wir uns mal an, wie dir das gelingen kann.

Schritt 1: Keyword Recherche – Die richtigen Schlüsselwörter für dein Online Shop SEO

Am Anfang jeder SEO Reise steht die Keyword Recherche. Diese Recherche solltest du durchführen, noch bevor die Texte für deine Produktseiten stehen. Du musst wissen, welche Suchbegriffe potentielle Käufer bei Google und Co. verwenden, um nach vergleichbaren Produkten zu suchen.

 

Auch wenn die Funktionalität vieler kostenloser Keyword Tools mittlerweile sehr eingeschränkt ist, lässt sich die Keyword Recherche immer noch kostenlos durchführen. Unabhängig davon, ob du ein kostenloses oder ein Premium Tool für deine Suche nach den geeigneten Schlüsselwörtern verwendest, solltest du bei der Definition deiner Keywords folgendes beachten:

Longtail Keywords verwenden

Für deinen Online Shop solltest du sogenannte Longtail Keywords verwenden. Das sind Schlüsselwörter mit einem geringen SEO Wettbewerb. Es ist deshalb einfacher für diese Art von Suchbegriffen ein gutes Ranking zu erzielen. Allerdings haben diese Suchbegriffe in der Regel auch ein niedrigeres monatliches Suchvolumen. Dennoch ist es ratsam, sich auf die Longtail Keywords bei SEO zu konzentrieren. Denn es ist besser auf der ersten Google Seite für ein Keyword mit einem geringen Suchvolumen zu erscheinen, als auf der fünften Seite für einen viel gesuchten Suchbegriff.

Keywords mit hoher Kaufabsicht

Hier kommt der entscheidenden Unterschied zu normalen Websites: Für deinen Online Shop benötigst du Keywords mit einer hohen Kaufabsicht. Dabei müssen nicht unbedingt die Wörter „online kaufen“ an einen Suchbegriff angehängt werden. Google ist mittlerweile sehr gut, wenn es darum geht, die Suchintention des Users zu deuten.

 

Dazu ein Beispiel:

  1. Bücherregal
  2. Bücherregal Holz
  3. Bücherregal Holz mit Aufbau

 

Bei welchen dieser Keywords ist die Kaufabsicht am größten? Wir hoffen deine Antwort lautet bei der Nummer 3. An diesem Beispiel merkst du, dass es sich bei den Suchbegriffen mit hoher Kaufabsicht gleichzeitig auch um Longtail Keywords handelt. Aus diesem Grund solltest du dich genau auf diese Art der Schlüsselwörter für deinen WooCommerce Shop fokussieren.

Die folgenden Schritte sind angelehnt an das 3RE-Framework aus dem Buch „Der Content Faktor“ von S. Broschart und R. Monschein.

Schritt 2: Relevanz – Inhalte müssen relevant sein

Wie kommen die Interessenten in deinen Online Shop? Indem du relevante Inhalte anbietest. Was bedeutet relevante Inhalte? Der Content auf deinem WooCommerce Shop muss zur Suchanfrage passen.

 

Den ersten Schritt übernimmt dabei die Suchmaschine: Sie scannt deine Inhalte (crawlen) und ihr Such-Algorithmus entscheidet für welche Suchanfragen dein Content in den Suchergebnissen angezeigt wird. Die Verwendung der Keywords und der Keywords Synonyme helfen zwar bei der erstmaligen Einordnung der Inhalte. Sie sind allerdings nur ein Faktor von vielen, die zur Rankingbestimmung beitragen.

 

Hast du es mit relevanten Inhalten geschafft eine gute Positionierung auf der Suchergebnisseite zu erreichen, dann geht es weiter mit dem nächsten Schritt. Du musst die Suchenden dazu bringen, auf deine Inhaltsvorschau (Snippet) zu klicken. Das Stichwort hier lautet Rich Snippet Optimierung. Was bedeutet das für die Produkte deines Online Shops bzw. für die dazugehörigen Produktseiten? Du solltest hier die üblichen SEO Techniken anwenden. Das heisst, die zuvor festgelegten Keywords solltest du in die wichtigsten Elemente deiner Produktseiten einsetzen:

Produkttitel

Um den User zu animieren, auf dein Suchergebnis zu klicken, muss das Haupt-Keyword unbedingt im Produkttitel (Seitentitel einer Produktseite) auftauchen. Außerdem sollte der Produkttitel so ansprechend und spannend wie möglich gestaltet werden. Online Shop Betreiber ergänzen den Produkttitel gerne mit Signalwörtern (Magnet Words) wie günstig, Angebot, Rabatt, Rückgabe kostenlos etc., um eine noch höhere Klickrate zu erreichen.

 

Mit Begriffen wie Angebot und Rabatt solltest du vorsichtig umgehen. Denn streng genommen ist ein Angebot eine befristete Aktion. Das bedeutet, dass du auch deinen Titel und/oder Meta Beschreibung regelmäßig anpassen müsstest.

WooCommerce SEO durch Snippet Optimierung - Verwendung von Magnet Words im Titel und der Meta-Beschreibung
WooCommerce SEO durch Snippet Optimierung – Verwendung von Magnet Words im Titel und der Meta-Beschreibung

Beschreibung

Sowohl die Produktbeschreibung als auch die Meta-Beschreibung sollte mit deinen Keyword(-Variationen) gespickt werden. Der Meta-Beschreibung kommt hier eine höhere Bedeutung zu, da diese in den Suchergebnissen ausgespielt wird und die enthaltene Keywords/Suchbegriffe fett hinterlegt werden. Das animiert den User zusätzlich, auf das Suchergebnis zu klicken.

 

Die Meta-Beschreibung kannst du z. B. einfach über ein SEO Plugin wie Yoast SEO hinzufügen.

Online Shop SEO durch Keywords in der Meta-Beschreibung mit dem Plugin Yoast SEO anpassen
Online Shop SEO durch Keywords in der Meta-Beschreibung – Einfach mit dem Plugin Yoast SEO anpassen

URL-Design

Ein Online Shop hat eine andere URL-Struktur als gewöhnliche Webseiten. Eine mögliche URL könnte z. B. wie folgt aussehen:

 

Beispiel: https://www.mein-onlineshop.de/kategorie/unterkategorie/produkt-keyword

 

Da Google kurze URLs bevorzugt, solltest du unbedingt darauf achten, den Kategorie-Namen (bzw. den Kategorie-Tag) so kurz wie möglich zu wählen und wenn es geht, auf eine Unterkategorie zu verzichten. Auch der Produktname sollte in der URL nur das Haupt-Keyword enthalten. Die Longtail Keywords kannst du lieber im Titel, der Meta-Beschreibung und der Produkt-Beschreibung verwenden.

 

Eine mögliche Optimierung des URL-Designs könnte auch so aussehen, dass man die Kategorien komplett aus der URL entfernt. Denn die Kategorie-Seiten auf deinem Online Shop solltest du separat für die Suchmaschinen optimieren.

 

Beispiel: https://www.mein-onlineshop.de/produkt-keyword

 

Das macht gerade dann Sinn, wenn du z. B. zusätzlich eine Brotkrümmel-Navigation (Breadcrumbs) verwendest, welche ebenfalls in den Suchergebnissen angezeigt wird.

Bewertungen

Auf meinem Blog wpconsultant.de wollte ich herausfinden, welchen Einfluss das Anzeigen der Sterne in den Suchergebnissen auf den monatlichen Traffic hat. Das Ergebnis nach 2 Monaten ohne Sterne ergab keine nennenswerte Verschlechterung des Besucherstroms von Google. Wird die Macht der Sterne überschätzt? Ich persönlich finde, dass die Bewertungssterne ein Blickfang sind und sie zusammen mit der übrigen Snippet Optimierung dauerhaft schon dazu beitragen, die Klickrate zu erhöhen. Für ein besseres SEO in deinem WooCommerce Shop kannst du die Rezensionen ganz einfach aktivieren:

 

Produkt Bewertungen bei WooCommerce aktivieren für eine bessere Klickrate
Produkt Bewertungen bei WooCommerce aktivieren für eine bessere Klickrate

Bilder

Gerade bei Produkten ist es wichtig, nicht nur in der Allgemeinen Suche sondern auch in der Bilder Suche aufzutauchen. Dafür müssen deine Bilder eine Größe von mindestens 320 Pixel haben, was bei der Anwendung von WooCommerce meistens der Fall ist. Außerdem darfst du nicht vergessen, deine Keywords auch bei den Bildern einzusetzen. Diese gehören in den Alt-Text, den Titel und sogar in den Dateinamen deiner Bilder.

Videos

Das Medium Video kann dir gleich auf mehreren Wegen helfen, den Traffic in deinem Online Shop zu erhöhen. Zum einen werden Videos öfters über die Sozialen Medien geteilt, so kann sich dein Shop über mehr Social Signals freuen, die auch in die Rankingbewertung von Google eingehen. Zum anderen kannst du durch die Veröffentlichung deiner Videos auf YouTube Traffic von der zweitgrößten Suchmaschine der Welt zu deinem Shop generieren. Es lohnt sich also mehrfach, Videos für bzw. über deine Produkte zu erstellen.

 

Tipp: Google liebt aktuellen Content. Deshalb solltest du die Inhalte auf deinem Online Shop regelmäßig aktualisieren. Wichtig ist dabei, die Inhalte nicht zu ändern sondern nur zu ergänzen. Du könntest z. B. die Produktbeschreibung deiner wichtigsten Produkte ausführlicher formulieren, anfangen einen Blog passend zum Shop zu betreiben, die wichtigsten Fragen zu den Produkten beantworten (FAQs) usw.

 

Wie schnell ist deine WordPress Webseite wirklich?

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Schritt 3: Resonanz – Engagement der Besucher

Gelingt es dir die richtigen emotionalen Trigger in deinen Shop zu integrieren, erhöhst du damit das Engagement der Besucher. Indirekt verlängert sich die Verweildauer in deinem Online Shop und Google bekommt das Signal, dass die Informationen auf deine Seite wertvoll und passend zur Suchanfrage sind.

 

Doch nicht nur emotionale und informative Inhalte sind für das Engagement entscheidend, sondern auch eine optimale technische Basis deines WooCommerce Shops. Schnelle Ladezeiten und eine gute Benutzerfreundlichkeit (Usability) sind für einen Online Shop das A und O. Wie du die Performance deines WooCommerce Shops auf Vordermann bringst, erklären wir dir in unserem Artikel.

 

Darüber hinaus findest du im Folgenden ein paar Tipps, wie du die Usability erhöhen und damit die Verweildauer auf deinem Shop verlängern kannst.

Usability und schlanke Shop Architektur

Keine Seiten ohne Mehrwert

Wenn du deine Produkte mit Schlagwörtern versiehst, achte darauf, dass du nur Tags verwendest, die auf mehrere Produkte angewendet werden können. Anderenfalls erstellt WordPress eigene Seiten für die Schlagwörter, die möglicherweise nur einem Produkt zugeordnet sind. Solche Seite haben keinen Mehrwert für den User und verbrauchen auch unnötig Crawling-Budget von den Suchmaschinen. Dasselbe gilt auch für die Anhang-Seiten in WordPress. Sobald in WordPress ein Bild hochgeladen wird, erstellt WordPress dafür eine eigene Seite mit der Anhangs-URL. Diese Seite solltest du aber auf die dazugehörigen Medienseite weiterleiten. Ein einfacher Weg das zu tun, ist mit Hilfe des Plugins Yoast SEO.

Seiten ohne Mehrwert vermeiden - Anhangs-URL auf die Anhangs-Datei weiterleiten
Seiten ohne Mehrwert vermeiden – Anhangs-URL auf die Anhangs-Datei weiterleiten

Die 3-Klick-Regel

Achte unbedingt darauf, dass jede Seite deines Online Shops mit max. 3 Klicks von der Startseite aus erreichbar ist. Diese Usability Regel gilt übrigens für alle Website-Arten nicht nur für Online Shops.

Optimale Navigation

Eine ausgezeichnete Navigation ist bei einem Online Shop mit vielen Produkt- und Kategorie-Seiten noch wichtiger als bei einer normalen Website. Die Besucher müssen sich einfach zurechtfinden und problemlos zum gewünschten Produkt gelangen. Dafür eignen sich die bewährten Techniken aus dem UX-Design an, die da wären:

  • Sticky Header einsetzen, mit dem das Hauptmenü immer eingeblendet bleibt
  • Breadcrumbs anzeigen, damit der User weiß, wo er sich gerade befindet
  • Weitere Navigationsmenüs in der Seitenleiste und im Footer einblenden
  • „Ähnlich wie“ bzw. „Kunden kauften auch“ Produkte auf den Produktseiten anzeigen

Detaillierte Suchfunktion anbieten (Facet Search)

Als Facet Search bezeichnet man die Suchfunktion, die du dir auf der Amazon Seite ansehen kannst. Es ist die detaillierte Suche in der linken Seitenleiste. Eine derartige Suchfunktion trägt natürlich erheblich zur Usability bei. Denn der User kann fast schon „spielend“ zum gesuchten Produkt gelangen und gleichzeitig verlängert sich auch die Zeit, die er auf dem Shop verbringt. Diese Art der Suche eignet sich aber nur, wenn dein Online Shop aus mehreren Produkten und Produktvariationen besteht.

Content Marketing

Wie bereits erwähnt, kannst du durch regelmäßig Aktualisierung deiner Inhalte nicht nur die Suchmaschinen zufrieden stellen. Durch erfolgreiches Content Marketing kannst du auch deinen Besuchern einen echten Mehrwert bieten. Durch FAQs, Erfahrungsberichte und zusätzliche Informationen zu deinen Produkten sprichst du besonders die informationssuchende Besucher an und erhöhst dabei automatisch die Verweildauer auf einem Online Shop.

 

Aber Achtung! Man sollte nicht den Fehler machen, mit möglichst komplizierten Liefer- und Bezahlbedingungen die „Time on Site“ verlängern zu wollen. So verrückt es klingt, könnte sich diese Taktik unter Umständen sogar positiv auf die Verweildauer auswirken. Doch das oberste Ziel eines Shop Betreibers sollte in erster Linie die Conversion sein, d. h. die Besucher des Shops in Kunden zu verwandeln. Ob ihm das gelingt, indem sich die Interessenten durch undurchsichtige AGB quälen müssen, ist zweifelhaft.

 

Außerdem, ein Top-Ranking ist immer ein Zusammenspiel aus mehreren Indikatoren und eine niedrige Conversion-Rate wirkt sich negativ auf das User Signal Back zu SERP Rate, welches für das folgende Vorhaben eine entscheidende Rolle spielt.

Schritt 4: Reaktion – Handlungsoptionen anbieten

Wie stellst du sicher, dass deine Besucher nicht wieder zur Google Suche zurückkehren? Durch Conversion bzw. Conversion Optimierung. Top Preise, positive und zahlreiche Kundenbewertungen, reibungsloser Zahlungsvorgang und verschiedene Zahlungsarten können zu höheren Verkaufszahlen auf deinem Online Shop führen. Conversion muss aber nicht unbedingt bedeuten, dass die Besucher deine Produkte sofort kaufen. Es gibt Studien, die zeigen, dass Interessenten bis zu sieben Mal eine Website besuchen, bevor sie einen Kauf tätigen.

 

Deshalb sind auch Statistiken nachvollziehbar, die besagen, dass wiederkehrende Besucher eine höhere Interaktion aufweisen als neue Besucher. Diese erhöhte Interaktion spiegelt sich sowohl in Klicks auf Werbeanzeigen als auch im direkten Kauf der Produkte wider. Du solltest deswegen versuchen, die Rate der wiederkehrenden Besucher (Returning Visitors Rate oder RVR) beispielsweise durch die Integration eines Newsletters in einem gesunden Rahmen zu halten. Es gibt leider wenige Referenz Werte aus der Industrie, wie hoch eine gute RVR sein müsste. Aber es reicht auch schon, den Einfluss der eigenen RVR auf die Conversion zu untersuchen und immer weiter zu optimieren.

 

Und denk immer daran: Man kann die Conversion bzw. die RVR nur optimieren, wenn der Ist-Zustand bekannt ist. Deswegen ist ein Analyse Tool wie z. B. Google Analytics eine grundlegende Voraussetzung, um die wichtigsten Kennzahlen deines Shops immer im Blick zu haben.

Fazit

Wie du sehen kannst, gibt es einige Punkte, die du speziell beim WooCommerce SEO beachten solltest. Wie so oft sind es die vermeintlich kleinen Dinge, wie z. B. der Einsatz von passenden Magnet Words, die große Auswirkungen auf das Ranking deines Online Shops haben können. Abschließend möchten wir noch gerne betonen, dass es sich bei der Suchmaschinenoptimierung um einen kontinuierlichen Prozess handelt. Treffe deine SEO Annahmen, gerne auch mit Hilfe der Tipps aus diesem Artikel, analysiere die Ergebnisse und drehe an den Stellschrauben, um das Ranking deines WooCommerce Shops langfristig zu verbessern.

 

 

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