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WordPress 5.7 – Major Relase 1/4

Im März 2021 ist das erste von 4 geplanten Major Releases für dieses Jahr erschienen. Das CMS entwickelt sich ständig weiter und der Gutenberg-Editor etabliert sich zusehends. Inzwischen setzt man bereits vielerorts auf den hauseigenen integrierten Block-Editor, nicht zuletzt um eine ideale Performancegrundlage ohne überflüssigen Schnickschnack für sein WordPress zu haben. Wir haben die interessantesten Änderungen im neuen Major Release knapp zusammengefasst.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Neuerungen im Gutenberg-Editor
  2. Stark vereinfachte Umstellung von HTTP auf verschlüsseltes HTTPS
  3. Optimierte Farbpaletten für den Backend-Bereich mit besserem Kontrast
  4. Viele weitere Verbesserungen im Core von WordPress

 

1. Die Neuerungen im Gutenberg-Editor

Auch in diesem Release betreffen wieder viele Neuerungen den Gutenberg-Editor. Seit der erstmaligen Einführung des Editors mit WordPress 5.0 wird kontinuierlich an der Usability des blockbasierten Editors gearbeitet. Vor allem der Umgang mit den verschiedenen Blöcken des Editors und damit der Aufwand und die Geschwindigkeit, mit der sich neue Seiten oder Blogbeiträge erstellen lassen, hat sich seither deutlich verbessert.

 

Die neue WordPress-Version 5.7 integriert die Gutenberg-Versionen 9.3 bis 9.9. Eine praktische neue Funktion ist die Unterstützung von Drag and Drop beim Einfügen neuer Blöcke. Du kannst nicht mehr nur bereits vorhandene Blöcke per Drag and Drop verschieben, sondern auch neue Blöcke ganz einfach mit der Maus an der gewünschten Position einfügen.

 

Darüber hinaus wurde die Nutzbarkeit der wiederverwendbaren Blöcke überarbeitet. Klickst du bei einem neuen Post auf den Button „Aktualisieren“, werden auch die wiederverwendbaren Blöcke automatisch gespeichert. Die Bearbeitung eines wiederverwendbaren Blocks ist direkt möglich, ohne dass du in den Bearbeiten-Modus wechseln musst. Schriftgrößen lassen sich jetzt an einigen weiteren Stellen anpassen. So sind beispielsweise in den Code- und Listen-Blöcken eigene Steuerelemente zur Einstellung der Schriftgröße vorhanden. Im Abstandshalter-Block werden halbdurchlässige Hintergründe unterstützt. Diese führen zu einer besseren Sichtbarkeit des Blocks, wenn er beispielsweise in einem Cover-Block platziert ist.

 

Auch einzelne Blöcke wurden im Rahmen dieses Releases nochmal angepasst.

  • Verbesserungen im Button-Block: So lassen sich Buttons nicht mehr nur nebeneinander (horizontal), sondern auch untereinander (vertikal) anordnen. Darüber hinaus ist es möglich, unterschiedliche Breiten eines Buttons in Prozent einzustellen. Unterstützt werden Breiten von 25, 50, 75 und 100 Prozent.
  • Verbesserungen im Social-Icons-Block: Du kannst jetzt nicht nur die Größe der Icons einfacher und schneller verändern, sondern auch Icons für Patreon, Telegram oder TikTok einfügen.
  • Verbesserungen im Cover-Block: Der Cover-Block besitzt eine neue Option, mit der er in der Höhe automatisch die gesamte sichtbare Höhe des Anzeigegeräts einnimmt. Er passt sich automatisch an die Gerätebildschirme deiner Webseitenbesucher an.

 

2. Stark vereinfachte Umstellung von HTTP auf verschlüsseltes HTTPS

Längst sind per SSL-Zertifikat und HTTPS verschlüsselte Internetseiten im World Wide Web gängige Praxis. Wer noch immer einen unverschlüsselten Internetauftritt betreibt, hat mit zahlreichen Nachteilen zu rechnen. Einige Internetbrowser (wie bspw. Chrome) warnen die Nutzer deutlich vor dem Besuch solcher unverschlüsselter Seiten. Google bestraft solche Seiten mit schlechteren Positionen in den Suchergebnislisten. Ohne HTTPS ist quasi keine erfolgsorientierte Internetpräsenz mehr betreibbar.

 

In der Vergangenheit war es gelegentlich mit einigem Arbeitsaufwand verbunden, bestehende WordPress-Internetseiten auf die Verschlüsselung per SSL-Zertifikat umzustellen. Wer nicht umständlich händisch eine große Zahl von Anpassungen an den bereits gesetzten HTTP-Links in der PHP-Datenbank von WordPress vornehmen wollte, benötigte für die HTTPS-Umstellung ein zusätzliches Plugin. Damit macht die WordPress-Version 5.7 nun endlich Schluss.

 

WordPress 5.7 erlaubt die Umstellung jetzt mit wenigen Klicks direkt im Backend. Über den Werkzeugbereich stellt WordPress bei einem vorhandenen SSL-Zertifikat alle bereits bestehenden und neuen Links automatisch, ohne manuellen Aufwand auf HTTPS-Links um. Darüber hinaus bietet WordPress über die Check-Funktion zum Zustand der Website auch eine Prüfung des HTTPS-Status.

 

3. Optimierte Farbpaletten für den Backend-Bereich mit besserem Kontrast

Die Farbpaletten im Backend-Bereich sind in der neuen WordPress-Version 5.7 aufgeräumt und angepasst. Sie entsprechen jetzt dem Kontraststandard für barrierefreies Webdesign WCGA 2.0 AA. Insgesamt umfasst der Farbbereich sieben Kernfarben mit 56 fein abgestuften Schattierungen. Die Abstufungen erfolgen von Weiß nach Schwarz in gleich großen Schritten. Es ergeben sich verbesserte Kontrastwerte der Farbtöne sowohl gegenüber Weiß als auch gegenüber Schwarz. Auf die neue Farbpalette greifst du im Backend unter dem Menüpunkt „Benutzer-Profil“ zu.

 

4. Viele weitere Verbesserungen im Core von WordPress

Viele Veränderungen des Releases 5.7 sind nicht direkt auf den ersten Blick zu erkennen. Solche Anpassungen im Core werden quasi immer „unter der Haube“ implementiert. Eine dieser Funktionen ist die Lazy-Load-Funktion für iFrames. Lazy Load für Bilder oder andere Inhalte gibt es schon länger. Durch die Funktion wird der Ladevorgang optimiert, da Webinhalte wie Bilder erst vom Browser geladen werden, wenn sie im sichtbaren Bereich des Nutzers sind.

Ein mit der Lazy-Load-Funktion bei Bildern vergleichbares Lazy-Load-Verhalten unterstützt WordPress jetzt auch für iFrames. Um die Funktion zu aktivieren, musst du dem iFrame das Attribut loading=“lazy“ hinzufügen. Diese iFrames lädt der Browser dadurch erst , wenn sie im sichtbaren Bereich des Anzeigefensters deiner Webseitenbesucher erscheinen sollen.

 

Eine weitere Veränderung im Core ist die neue Robots-API. Sie erlaubt ein komfortables Bearbeiten und Verändern der von den Suchmaschinen ausgewerteten Robots-Meta-Tags. Die Robots-Meta-Tags lassen sich über Filter zentral verändern. Zudem werden die Suchmaschinen über die Robots-API und die per Default gesetzte Direktive „max-image-preview: large“ darüber informiert, dass sie größere Vorschaubilder verwenden dürfen. Ein positiver Effekt dieser Veränderung ist, dass mehr Verkehr über die Bildersuche der Suchmaschinen wie Google auf deinen Webseiten zu erwarten ist.

 

Zu guter Letzt räumen die Entwickler von WordPress 5.7 mit jQuery auf. Nach dem Update der freien JavaScript-Bibliothek jQuery auf die Version 3.5.1 werden Meldungen zu veralteten jQuery-Funktionen zukünftig deutlich seltener auftreten und sind letztlich aussagekräftiger.

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