Dein WordPress ist langsam?

JohannaVon Johanna|22. Februar 2024

So wirds schneller!

Deine WordPress-Seite lädt extrem langsam? Dies ist nicht nur nervig, sondern kann auch enorme Folgen für dein Online Business haben. Die Absprungrate deiner Besucher erhöht sich, wenn sich deine Webseite nur langsam aufbaut. Langfristig führt eine langsame WordPress Seite zu einem schlechten Nutzererlebnis, hohen Absprungraten und Einbußen für dein SEO, da Google deine Webseite schlechter bewertet.

In diesem Blogbeitrag erklären wir dir in 3 einfachen Schritten, was du gegen ein langsames WordPress Backend tun kannst und geben dir hilfreiche Tools und Tipps an die Hand mit denen einer schnellen WordPress-Seite nichts mehr im Weg steht!

 

Wichtig zu wissen: 40 % der Besucher verlassen eine Seite, wenn diese zum Laden mehr als 3 Sekunden benötigt. Unter 2 Sekunden Ladezeit und ein PageSpeed von über 90% (Desktop und Mobil) sind sehr gut.

1. Welche Auswirkungen hat eine langsame Webseite?

I. Die Conversionrate deiner WordPress Seite kann sinken

Wenn die Ladegeschwindigkeit deiner Webseite schlecht ist, kann dadurch auch die Conversionrate sinken. Die Conversionrate beschreibt das Verhältnis von Besuchern, zur Gesamtzahl der Besucher, die eine gewünschte Aktion ausführen, wie zum Beispiel der Kauf eines Produktes, eine Newsletter-Anmeldung oder das Ausfüllen eines Formulars.

 

Die Ladezeit definiert unter anderem auch die Benutzerfreundlichkeit bei Google, wodurch nicht nur das Ranking bestimmt wird sondern in der Konsequenz auch die Conversions beeinflussen kann. Je schneller deine Webseite also ist, desto besser wird die User Experience (UX) und desto mehr Conversions in Form von Klicks oder Conversions erhältst du.

 

II. Dein Google Ranking kann sich verschlechtern

Dein Google Ranking wird durch verschiedene Faktoren bestimmt, unter anderem eben durch die Ladezeit und die Benutzerfreundlichkeit. Verschlechtert sich also deine Platzierung bei Google, kann das zu weniger Seitenaufrufen und einer schlechteren Auffindbarkeit im Netz führen. Bei der Platzierung von Google helfen dir mittlerweile auch die Core Web Vitals.

 

Die drei Metriken der Core Web Vitals (FID, CLS, LCP und INP) beziehen sich auf die Aspekte Geschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität.

  • Largest Contentful Paint (LCP) misst die Ladeleistung, also wie schnell die Inhalte dargestellt bzw. gerendert werden. Um ein gutes Benutzererlebnis zu bieten, sollte der LCP-Wert innerhalb von 2,5 Sekunden nach dem ersten Laden der Seite auftreten.
  • First Input Delay (FID) misst die Zeit, die vergeht, bevor der User auf einer Webseite interagieren kann. Um ein gutes Benutzererlebnis zu bieten, sollte deine Seiten einen FID-Wert von weniger als 0,1 Sekunden haben.
  • Cumulative Layout Shift (CLS) misst die visuelle Stabilität und ob es beim Laden zu Sprüngen von Elementen kommt. Um ein gutes Benutzererlebnis zu bieten, sollte deine Seite einen CLS-Wert von weniger als 0,1 Sekunden aufweisen.
  • Interaction to Next aint (INP) gibt an, wie gut die Reaktionsfähigkeit deiner Website ist und wie schnelle deine Seite auf einer Benutzerinteraktion reagiert

 

Diese Metriken sollten dir schon etwas helfen, die Möglichkeiten zur Verbesserung der Nutzererfahrung zu identifizieren. Ob bei deiner Webseite Handlungsbedarf besteht, kannst du in unserer Serie zum Thema Core Web Vitals testen.

2. Warum ist meine Webseite langsam?

I. Aktuellen PageSpeed überprüfen

Die Geschwindigkeit deiner Webseite kannst du ganz einfach selbst überprüfen. Dazu hast du zwei Optionen: über das Tool GTmetrix und über Google PageSpeed Insights.

 

• GTmetrix

GTmetrix ist ein beliebtes Online-Analyse-Tool, das dazu verwendet wird, die Ladezeit und Leistung von Webseiten zu analysieren. Für die Analyse-Ergebnisse verwendet GTmetrix zwei verschiedene Tools: Google Lighthouse und YSlow. Der Benutzer kann die Performance seiner Webseite anhand von detaillierten Berichten bewerten und sehen, welche Faktoren die Ladegeschwindigkeit beeinflussen.

 

Mit den Reports von GTmetrix erhältst du verschiedene Hinweise, Metriken und Empfehlungen, um die Geschwindigkeit und Leistung deiner Webseite zu verbessern. Folgende Faktoren werden bei der Auswertung deiner Webseite berücksichtigt:

  • Größe von Bildern und Medien
  • Browser Caching
  • Minifizierung von CSS/JS-Dateien
  • Anzahl der HTTP-Anfragen
  • Nutzung von Content Delivery Networks (CDN)

GTMetrix Beispiel für Ergebnisse und Daten
Praxis-Beispiel – diese Daten erhältst du von GTmetrix bei der Analyse deiner Webseite.
  • Google PageSpeed Insights

Google PageSpeed Insights (GPI) ist ein kostenloses Tool von Google, das dir dabei hilft, die Performance deiner Webseite zu analysieren. Das Hauptziel ist es, Empfehlungen zur Optimierung von Webseiten bereitzustellen, um die Ladezeit zu verkürzen und dadurch die Benutzererfahrung deiner User zu steigern.

 

Bei der Eingabe einer URL analysiert das Tool die Webseite und gibt ihr eine Punktzahl zwischen 0 und 100 – wobei ein höherer Wert eine bessere Performance anzeigt. Bei der Analyse von Google PageSpeed Insights erhältst du außerdem direkt eine Bewertung für Mobilgeräte und für den Desktop.

 

Die Ergebnisse werden in verschiedene Kategorien aufgeteilt:

  • Feld-Daten – Benutzererfahrungsmetriken, die aus dem Chrome User Experience Report (CrUX) stammen
  • Labor-Daten – Einblicke aus der eingegebenen URL, basierend auf einem simulierten Ladevorgang
  • Opportunities – Optimierungsmöglichkeiten, um die Ladezeit der Webseite zu verkürzen
  • Diagnose – Informationen über Best Practices, die bereits angewendet werden oder noch ausstehen

 

Hier fällt bereits auf, dass Google PageSpeed Insights bei weitem nicht so komplex aufgebaut ist, wie GTmetrix. Das Tool von Google ist dabei vollständig kostenlos und bietet ebenso keine weiteren Funktionen an, weswegen PageSpeed extrem einfach zu bedienen und zu verstehen ist. Gleichzeitig hast du keine Einstellungen, die du verändern oder anpassen kannst.

 

 


📚 Mehr Informationen

👉🏻 Ein ausführlicher Überblick über GTmetrix und Google PageSpeed Insights über Unterschiede und Funktionen kannst du hier nachlesen.


 

II. Zu viele und zu große Serveranfragen

Um eine WordPress-Seite schnell aufzubauen und zu laden, spielt vor allem die Anzahl der HTTP-Requests eine entscheidende Rolle. Das sind alle Anfragen, die beim Klick einer Seite, eines Buttons oder eines Bildes vom Browser an den Server gestellt werden. Je größer die Datenpakete sind, desto länger braucht die Webseite zum Laden der Inhalte.

 

III. Hohe HTTP-Requests durch Plugins und Theme

Du hast gerade schon erfahren, dass eine hohe Anzahl an HTTP-Requests ein Grund für deine langsame Webseite sein kann. Wie eine hohe Anzahl an Requests zustande kommen kann, liegt u.a. an einem fehlenden Webseite-Konzept und Plugins, die deine Webseite nicht zwingend braucht. Für dich bedeutet das: das Backend aufräumen und von nicht genutzten Plugins und Designelementen bereinigen. Behalte nur die Funktionalitäten, die du wirklich benötigst und überlade deine Seiten nicht mit Inhalten.

Oftmals sind gewisse Funktionen Teil des Themes oder werden via Plugins integriert. Beides erhöht die Zahl der HTTP-Requests deutlich und macht WordPress langsam.

 

IV. Große Bilder und unkomprimierte Animationen

Auch Bilder und Animationen produzieren jedes Mal einen HTTP-Request. Somit gilt es auch deren Zahl zu reduzieren und sie so sparsam wie möglich einzusetzen. Vor allem große Bilddateien laden sehr lange und bedeutet Ladezeit-Einbußen.

Hierbei musst du auf die richtige Dateigröße achten. DPI steht für „Punkte pro Zoll“ und ist ein guter Weg, um die Größe eines Bildes zu verringern. Während ein DPI-Wert von 300 für viele Bilder zum Drucken in Ordnung ist, ist er für die meisten Bildschirme – insbesondere für mobile Geräte – zu hoch. Ein DPI-Wert von 72 ist ein Standardwert für die Veröffentlichung im Internet und kann die Ladezeit deiner Bilder nachhaltig optimieren.

Es gibt auch verschiedene Plugins zum Komprimieren deiner Bilddateien. Das wohl bekannteste dürfte WP Smush sein

 

V. Renderblockierendes JavaScript und langes CSS

Wenn dein Browser versucht, eine Seite zu rendern und dabei ein Skript findet, das ausgeführt werden muss, bevor das Laden fortgesetzt werden kann, verursacht dies zusätzliche Ladezeit. Bei externen Skripten wird die Ladezeit für das Herunterladen der Ressource beeinflusst, z.B. bei externen Widgets für Twitter oder Facebook.

Cascading Style Sheets geben den Ton für das Layout deiner Seite an, weshalb diese viele Anweisungen enthalten, wie z.B. die Schrift, die geladen werden soll, die Schriftart und -größe, das Menü usw. Viele dieser Dateien enthalten zusätzliche Leerzeichen, Zeilenumbrüche und andere Informationen, welche die Seite nicht laden muss, um für den Besucher in dem Maß zu funktionieren, das er aktuell braucht. Hier hilft ein Caching-Plugin, wie WP Rocket, um unbenutztes CSS zu entfernen.


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3. Wie kann ich die Performance meiner Webseite verbessern?

3.1 Größe der Bilder optimieren

Du solltest auf keinen Fall deine Bilder einfach so hochladen, denn oft ist die Datei zu groß und verlangsamt die Ladezeit deiner Webseite. Je kleiner das Bild, desto besser für deine Ladezeit. Sortiere unnötige Bilder aus und lösche doppelt hochgeladene Fotos und Grafiken. Am besten optimierst du deine Bilder vor dem Upload mit einem passenden Bildbearbeitungsprogramm.

Wenn dir das zu aufwendig ist, kannst du dir auch mit einem Plugin Abhilfe schaffen. Hier empfehlen wir dir das Plugin TinyPNG oder Shortpixel.

Wichtig ist dies vorallem, weil WordPress beim Hochladen des Bildes automatisch 3 skalierte Varianten erstellt: Vorschaubild, Mittel und Groß. Bei manchen Themes wie z. B. dem OceanWP Theme, werden sogar bis zu 8 weitere Versionen eines Bildes erstellt. Diese Varianten werden zwar nie größer sein als dein Originalbild, sind aber leider nicht optimiert. Mit Hilfe von Shortpixel kannst du alle Versionen deines Bildes optimieren lassen.

 

3.2 Die richtigen WordPress Plugins

Bei einer langsamen WordPress Seite können die richtigen Plugins bereits weiterhelfen und deine Webseite von unnötigen Daten bereinigen oder diese minimieren, Bilder komprimieren und dich insgesamt dabei unterstützen ein extrem langsames Backend zu beheben.

Wichtig: Am besten machst du vor jeder Systemänderung eine Datensicherung, sodass keine wichtigen Daten verloren gehen können.

 

• WP Rocket:
Wir sind ein großer Fan von WP Rocket, da dieses Plugin dir nochmal bessere Ladezeiten bei WordPress ermöglicht. Es ist außerdem leicht zu bedienen, schnell einstellbar und einsatzbereit. Allem voran bietet es nicht nur ein hochperformantes Caching, sondern ist auch mit den richtigen WP Rocket Einstellungen das perfekte Tool für deine PageSpeed Optimierung.

Blogbeitrag: WP Rocket 3.9 - Tipps für ein schnelleres WordPress

Speed Booster Pack:
Das Plugin Speed Booster Pack entfernt blockierende JavaScripte als auch CSS-Dateien. Das Plugin ermöglicht es zudem Scripte zu verschieben, Daten asynchron zu laden und zu minimieren. Auch hier kannst du Bilder einfach komprimieren, Font-Stylesheets entfernen und unnötige WordPress Tags löschen.

 

• Autoptimize:
Der Fokus beim Plugin Autoptimize liegt auf der Komprimierung von CSS und JavaScript. Hiermit kannst du Skripte problemlos aus dem Header in den Footer verschieben und dank CDN (Content Delivery Network) können einzelne Elemente deutlich schneller geladen werden.

 

3.3 Deine Datenbank pflegen und aufräumen

Deine Datenbank kann nach einiger Zeit ziemlich voll sein mit verschiedenen Versionen deiner Beiträge. WordPress speichert mehrere Versionen von Beiträgen ab. Wenn diese sich mit der Zeit ansammeln, kann dies deine Webseite ebenfalls verlangsamen. Mit Plugins, wie WP-Optimize kannst du Dateien einer gewissen Zeitspanne entfernen, sodass du immer nur die neuesten Daten gespeichert hast. Das spart Platz und sorgt für mehr Schnelligkeit bei deiner Webseite.

 

3.4 Die aktuellste PHP-Version installieren

Dass du immer die neueste PHP-Version auf deiner WordPress Seite installieren solltest, hast du bestimmt schon öfter gehört. Dies ist nicht nur für die Sicherheit deiner Seite wichtig, sondern beeinflusst auch die Ladezeit deiner Webseite, da diese performanter sind. Falls ein Upgrade gemacht werden kann, vergiss nicht, dass du zuvor ein Backup anlegst. Achte dabei auch darauf, ob alle Plugins mit der neueren PHP-Version kompatibel sind.

 

3.5 Caching nutzen

Im Cache werden Inhalte für den eventuellen späteren Gebrauch abgespeichert, jedoch auch viele, die du niemals nutzt. Eine Leerung des Cache führt dazu, Fehler zu beheben und bewirkt auch, dass Internetseiten wieder schneller geladen werden und die Performance gesteigert wird. Wenn der Cache gelöscht wurde, kann anschließend die neueste Version der entsprechenden Webseite geladen werden. Lösche also hin und wieder den Cache, um deine Ladezeit schnell zu halten. Hier eignen sich die zuvor empfohlenen Plugins, wie WP Rocket und Autoptimize.

3.6 Der richtige Server, Host & Webspace

Wie du schon gelesen hast, gibt es einige Dinge zu beachten, wenn du eine schnelle WordPress-Seite haben möchtest. Ein schnelles und sicheres Hosting ist der Kern für eine performante Webseite. Daher ist es wichtig, dass du einen für dich passenden Hoster findest, der deiner langsame Webseite wieder zu mehr Speed verhelfen kann und dir bei Problemen zur Seite steht.

Sollten unsere Tipps nicht geholfen haben, kontaktiere uns gerne und wir schauen uns an, was wir aus deiner Webseite noch herausholen können!

4. Fazit

Die Performance deiner Webseite kannst du schon mit wenigen Klicks optimieren. Wenn du allerdings mehr willst, kannst du auch einfach bei deinem WordPress Hoster nachfragen, welche Optionen oder Hilfestellungen er dir anbieten kann. Gemeinsam kannst du hier vielleicht noch Potenzial finden, welches du alleine nicht auf dem Schirm hattest.