Google plant Badges zur Markierung langsamer Webseiten

chrome dev summit 2019 badge

Google hat im Rahmen des jährlichen Chrome Entwicklergipfels sein Vorhaben offenbart, das Surferlebnis im Internet über sogenannte Badges verbessern zu wollen. Ziel sei es, schnelle Seiten zu belohnen und dem Nutzer derartige Informationen möglichst bereits im Vorfeld anbieten zu können. So sollen schnelle Seiten, insbesondere aber auch nicht mehr zeitgemäße und langsame Seiten entsprechend markiert werden. Schnelle Seiten belohnen heißt im Umkehrschluss, langsame Seiten abzustrafen. So bspw., wenn Nutzer eine als langsam markierte Seite zugunsten einer laut Google-Badging schnelleren Seite einfach links liegen lassen.
Dieser Verantwortung sei man sich allerdings bewusst. So suche man noch nach einem Set an Kriterien, sodass es nahezu jedem willigen Webseiten-Betreiber möglich sein soll, einer Negativkennzeichnung zu entgehen. Dass solche einfachen Metriken nur bedingt aussagekräftig sind, erklärt Google hier noch einmal.

Die Umsetzung kann letztlich also viele Formen annehmen und man sei darum bemüht, den Nutzen der Anwender zu optimieren und das Erlebnis im Internet zu verbessern. Wer eine Webseite betreibt und Interesse an professionellen Handlungsempfehlungen seitens Google hat, wird hierhin verwiesen.

speed badge chrome googleEs gebe also ganz verschiedene Ansätze zur Realisierung. Wie es ausschauen könnte, siehst du auf den Beispielbildern. Auch wenn der grüne Ladebalken zur Markierung schneller Seiten hier vielleicht nicht jedem auffallen mag, wird ein gewisses Spektrum der Nutzer gewiss darauf achten. So könnte dann auch eine relativ verträgliche Kursanpassung hin zum schnelleren Web angestoßen werden, wie man es sich seitens Google wünscht.

 

 

Informationen zu Ladezeiten auf der SERP?

Außerdem wurde ein Kontextmenü ins Spiel gebracht. Dieses könnte auf der Ergebnisseite der organischen Suchergebnisse eingebunden werden und Angaben zu den zu erwartenden Ladegeschwindigkeiten bereithalten. Also die Information entsprechend anbieten, bevor eine Seite aufgerufen wird.
Ob eine solche Variante dann über Chrome oder über Google –also in Abhängigkeit des Browsers oder der verwendeten Suchmaschine– ausgegeben würde, sei auch noch nicht entschieden.

Zusätzlich wurde angemerkt, dass Badging neben Hinweisen zu Ladezeiten auch für andere webseitenspezifische Parameter in Betracht gezogen wird. Ziel sei es, qualitativ hochwertige Erfahrungen zu kennzeichnen, um das Nutzererlebnis immer weiter zu verbessern. Weiter lässt man sich dazu allerdings noch nicht in die Karten schauen.

Zusammenfassung:

Fazit:

Diese Ankündigung von Google verdeutlicht Herausgebern von Webseiten, dass Ladegeschwindigkeiten in Zukunft nur weiter an Bedeutung gewinnen werden. So plant Google wieder einmal, schnelle Webseiten auf Kosten der langsameren Alternativen zu belohnen. Wie das konkret aussehen wird, steht dabei aktuell noch in den Sternen.
Die Ladegeschwindigkeit einer Webseite und ihre Bedeutung auf etwaige Besucher sind sicherlich schon seit des ersten Tagen des Internets ein grundlegendes Erfolgskriterium – unabhängig von Googles Badging-Plänen. Google sorgt aber weiter für Transparenz und auch dafür, dass Seitenbetreiber nicht mehr Gefahr laufen, das Nutzererlebnis außer Acht zu lassen.