Website Redesign mit Tipps für Elementor

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Du hast bereits eine Website, findest aber sie könnte ein neues Design vertragen? Ist deine Website evtl. nicht benutzerfreundlich genug, nicht zeitgemäß oder sogar nicht für mobile Geräte optimiert? Vielleicht bist du auch ein Webdesigner, der von seinem Kunden mit einem Redesign beauftragt wurde und fragst dich jetzt, was wohl die beste Art ist, ein solches Projekt umzusetzen?

 

In diesem Beitrag zeigen wir dir verschiedene Möglichkeiten, ein Redesign für eine WordPress Website durchzuführen. Falls du noch keine WordPress Seite hast und nun zu WordPress wechseln möchtest, finden wir natürlich, dass das eine gute Entscheidung ist. In diesem Fall empfehlen wir dir die Tipps am Ende des Beitrags, wo es darum geht, was beim Website Redesign beachtet werden sollte. Falls du bereits eine WordPress Website hast, wird es dich freuen zu lesen, dass der Page Builder Elementor dich auch beim Redesign deiner Seite unterstützen kann. Denn die Neugestaltung deiner Seite mit Elementor bietet dir einen entscheidenden Vorteil, wie du in diesem Beitrag erfahren wirst.

Inhaltsverzeichnis:

  • Website Redesign vs. Website Relaunch
  • Welche Möglichkeiten gibt es, ein WordPress Redesign durchzuführen?
  • Was muss man bei einem WordPress Redesign beachten?

Website Redesign vs. Website Relaunch

Im World Wide Web gibt es verschiedene Definitionen von Website Redesign. Das verstehen wir darunter: Grundsätzlich geht es um die graphische und technische Umgestaltung einer vorhandenen Website, um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen und die Website auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

 

Als Relaunch bezeichnet man hingegen den Prozess, die neu gestaltete Website (wieder) live zu schalten.

Welche Möglichkeiten gibt es, ein WordPress Redesign durchzuführen?

Aus unserer Sicht gibt es die folgenden 5 Wege:

Möglichkeit 1: Entwicklung der neuen Website auf einer Subdomain

Das dürfte wohl der häufigste Fall sein, ein Redesign zu erstellen. Gerade wenn man keine zusätzliche Domain mehr besitzt, die man für die Entwicklung der neuen Website verwenden könnte, bietet es sich an, eine Subdomain zu erstellen – aus www.meine-domain.de wird dann z. B. redesign.meine-domain.de. Zusätzlich zu der Subdomain muss auch ein Verzeichnis (Ordner) im Hauptverzeichnis (/html, /www, /public_html oder Ähnliches) auf dem Server deines Hosting Anbieters erstellt werden. Bei einigen Hostern wird das Verzeichnis automatisch generiert, sobald man eine neue Subdomain anlegt.

 

In dieses Verzeichnis kann man nun entweder eine neue WordPress Installation oder eine Kopie der alten WordPress Seite (WordPress Dateien) einfügen. Um diese Entscheidung zu treffen, hilft es, sich die folgende Frage zu stellen: Möchte ich für meine neue Seite nur die Inhalte oder die gesamte WordPress Konfiguration inklusive aller Plugins, Theme, Menüs ect. übernehmen? Denn  ein Redesign eignet sich einfach prima dazu, die aktuell installierten WordPress Plugins auf den Prüfstand zu stellen und auszumisten. Ein etwas radikalerer Weg wäre natürlich, von vorne anzufangen und nur die Plugins zu installieren, die man für die Funktionalität der neuen Seite unbedingt benötigt.

 

Bei beiden Varianten sollte man nicht vergessen, eine neue Datenbank anzulegen und diese mit der WordPress Installation im Redesign-Verzeichnis mittels der wp-config.php Datei zu verbinden. Sobald das Redesign abgeschlossen ist, reicht es aus, die Haupt-Domain auf das Verzeichnis weiterzuleiten, wo sich die neue WordPress Seite befindet und die Weiterleitung für die Subdomain aufzuheben. Ebenfalls solltest du entweder im WP Adminbereich unter Einstellungen > Allgemein oder in der Datenbank Tabelle wp_options die Subdomain URL durch die Haupt-Domain URL ersetzen.

 

Tipp: Falls WordPress mit den URLs der Subdomain und der Haupt-Domain durcheinander kommt, versuche einfach im WP Dashboard unter Einstellungen > Permalinks einmal auf den Button „Änderungen speichern“ zu klicken (ohne Änderungen vorzunehmen).

 

Website Redesign auf einer Subdomain - Permalinks einstellen

Möglichkeit 2: Staging Seite für das Redesign verwenden

Eine sogenannte Staging Seite ist eine Entwicklungsumgebung, auf der neue Funktionen getestet und gegebenenfalls direkt auf die Live Seite eingespielt werden können. Falls dein Hoster eine Staging Funktion anbietet, könntest du das Redesign auch auf der Staging Seite entwickeln. Sobald du dich vergewissert hast, dass das neue Design problemlos funktioniert, reicht meist ein Klick aus und schon ist das neue Design auf der alten Seite eingespielt.

 

Das Staging wird allerdings nur von wenigen Hostern angeboten. Darüber hinaus gibt es noch Unterschiede zwischen den Hostern, was diese Funktionalität anbelangt. Beispielsweise können bei manchen Hostern die Änderungen auf der Staging Seite nicht auf die Live Seite übertragen werden.

Möglichkeit 3: Entwicklung der neuen Website auf einem anderen Server

Webdesigner und Agenturen, die ein Redesign für einen Kunden erstellen, verwenden gerne auch den eigenen Server für die Entwicklung des neuen Designs. Bei diesem Prozess benötigt der Kunde aber zusätzliche Zugangsdaten oder Passwörter, um die vereinbarten Design-Meilensteine abzunehmen.

 

Ein weiterer Nachteil ist der Extra-Schritt, der erforderlich ist, um die Seite nach der Fertigstellung auf den richtigen Server umzuziehen. Solltest du dich dennoch für diesen Weg entscheiden, dann kannst du eines der vielen Migrationsplugins wie z. B. Duplicator oder BackWPUp für den Umzug verwenden.

 

Migration einer WordPress Seite mit dem Plugin Duplicator

Möglichkeit 4: Entwicklung der neuen Website lokal auf dem eigenen Rechner

Eine weitere Möglichkeit, die neue Website in Ruhe zu entwickeln, ist lokal auf dem eigenen Rechner. Für alle WordPress User stehen hier die beiden Programme MAMP (für Mac) und WAMP (für Windows) zur Verfügung, je nachdem welches Betriebssystem man verwendet.

 

Ein großer Nachteil dieser Methode ist der erschwerte Prozess, die lokale Website mit dem Kunden zu teilen. Es gibt zwar Möglichkeiten, auch eine lokal entwickelte Website dem Kunden zu teilen, wir empfehlen jedoch in diesem Fall, eine Live Demo vorzubereiten. Dafür kann man z. B. eines der zahlreichen Tools für das Teilen des Bildschirms verwenden. Bekannte Programme dafür sind Teamviewer, Skype oder join.me.

 

Genauso wie bei der zuvor erwähnten Methode, muss auch hier die Seite nach der Abnahme umgezogen werden. Dafür können ebenfalls die oben erwähnten Plugins verwendet werden.

Möglichkeit 5: Website Redesign mit Elementor direkt auf der Live Seite

Achtung! Spätestens jetzt solltest du ein komplettes Backup der alten Website erstellen. Dafür empfehlen wir dir das Plugin UpdraftPlus.

 

Backup einer WordPress Seite mit dem Plugin UpdraftPlus

 

Mit Elementor habe ich persönlich auch schon eine andere Vorgehensweise beim WordPress Redesign erfolgreich getestet. Und zwar kannst du die neuen Unterseiten mit den Elementor Templates direkt auf der Kundenseite bzw. auf deiner alten WordPress Seite erstellen. Diese sind nicht öffentlich zugänglich, sondern nur für Administratoren sichtbar. Du kannst also in Ruhe an dem neuen Design arbeiten.

 

Und der größte Vorteil für den Kunden: Er braucht keine zusätzlichen Zugangsdaten, um den Fortschritt zu überprüfen bzw. das neue Design abzunehmen. Sobald der Kunde oder du selbst (falls es sich nicht um eine Kundenseite handelt) mit dem neuen Design zufrieden (b)ist, erstellst du aus den Templates neue Unterseiten. Das geht mit nur wenigen Klicks, so dass der Wartungsmodus nur für kurze Zeit aktiviert werden muss.

 

Aber Achtung! Diese Vorgehensweise funktioniert nicht, wenn auf der alten WordPress Website bereits ein anderer Page Builder, wie z. B. Divi, Visual Composer, Beaver Builder, Oxygen, SiteOrigin etc. im Einsatz ist!

 

Auf dem WPConsultant Blog findest du weitere hilfreiche Elementor Tutorials, falls du den beliebtesten Page Builder auf deiner WordPress Seite verwendest.

Was muss man bei einem Website Redesign beachten?

URLs müssen gleich bleiben oder umgeleitet werden

Egal wie gut oder schlecht deine alte Website bei den Suchmaschinen positioniert war, sie hatte bereits einen gewissen „Google Juice“ generiert. Das bedeutet, dass Google und Co. die Seite bereits indexiert und sie in der Erstellung der Suchergebnisliste berücksichtigt haben. Auch wenn die Inhalte deiner alten Website erst auf Seite 3 oder 4 bei Google landen, ist es in den meisten Fällen einfacher, solche Inhalte durch gezielte Keywords-Optimierung auf die vordersten Plätze bei Google zu bekommen als mit einer komplett neuen Website. Deshalb solltest du beim Website Redesign immer darauf achten, dass die URLs deiner Unterseiten gleich bleiben, um SEO-Einbußen zu vermeiden und von dem Google Juice zu profitieren.

 

Für den Fall, dass du die URL einer Unterseite ändern möchtest, weil du z. B. versäumt hast, das Haupt-Keyword in der URL unterzubringen, solltest du unbedingt eine Weiterleitung von der alten URL auf die neue URL vorsehen. Dabei hilft dir z. B. das kostenlose Plugin Redirection.

Inhalte, wenn möglich nicht ändern

Was für die URLs gilt, gilt auch für die Inhalte auf deiner Seite. Diese sollten, wenn möglich, sinnvoll ergänzt aber nicht geändert werden. Google liebt zwar aktuelle Inhalte, jedoch nicht Inhalte, die sich (ständig) ändern. Solltest du bestimmte Inhalte nicht mehr benötigen, ist es besser, diese komplett zu löschen als umzuschreiben. Die URLs der gelöschten Seiten solltest du dir jedoch vorher notieren und nach dem Löschen wieder auf ähnliche Inhalte auf deiner Seite weiterleiten.

Vorher/Nachher Vergleich machen

Mit einem Redesign verfolgt man bestimmte Ziele. Oft geht es darum, mehr Besucher auf die eigene Seite zu locken, um mehr Umsatz oder mehr Leads zu generieren. Um den Erfolg nach dem Redesign und dem anschließenden Relaunch messen zu können, solltest du unbedingt einen Vorher/Nachher Vergleich deiner Website Performance erstellen. Bevor du mit dem Redesign anfängst, ist es deshalb ratsam, einen Website Check (Performance, SEO, Analytics Daten etc.) durchzuführen. Dafür stehen dir verschiedene Web-Tools zur Verfügung, wie z. B. SEO Site CheckupGTmetrix, Google Analytics, um nur ein paar zu nennen. Auch das neue WordPress-Plugin von Google ist hier interessant zu erwähnen – Google Site Kit bei uns im Blog. Nach dem Relaunch kannst du dann den gleichen Test wiederholen und die Daten miteinander vergleichen.

Fazit

Viele Wege führen nach Rom bzw. zu deiner neu gestalteten Website. Für mich persönlich ist das Redesign mit Elementor Templates der eleganteste. Egal für welchen Weg du dich entscheidest, wünschen wir dir viel Erfolg und freuen uns, wenn du uns deine Erfahrungen in einem Kommentar mitteilen könntest.